Trendgesetze

Wellen und Trends

Jeder Kursverlauf ist in der größt möglichen Darstellung eine unregelmäßige Welle, in der ineinander verschachtelt weitere unregelmäßige Wellen verlaufen. Die Schwingungen der ineinander verschachtelt laufenden Wellen bekommen ihren Impuls aus dem Handel. Innerhalb der Wellen werden abschnittsweise ineinander verschachtelte Trends erkennbar. Genannte Trends haben jeweils eine Richtungsinformation und weisen in ihrer Verschachtelung Wirkungsweisen aufeinander und damit Gesetzmäßigkeiten auf.

Die Gesetzmäßigkeiten der Trends konnten wir auf Grundlage diverser Fachliteratur und aus eigener intensiver Untersuchungen der Wellen und der damit in Zusammenhang stehenden Trends erarbeiten sowie schriftlich festhalten. Aus genannter Fachliteratur beziehen wir uns unter anderen auf die Dow-Theorie und das Elliott-Wellen-Prinzip. Wir haben bis jetzt 28 Trendgesetze beschrieben.

Die Gesetzmäßigkeiten der Trends - Trendgesetze

Grafik zum Trendgesetz 1

Trendgesetz 1

Sich abwechselnd höhere Hochs und Tiefs sind ein Aufwärtstrend.

Hierbei sind die jeweiligen Hochs Bewegungspunkte und die jeweiligen Tiefs Korrekturpunkte.

Grafik zum Trendgesetz 2

Trendgesetz 2

Sich abwechselnd tiefere Hochs und Tiefs sind ein Abwärtstrend.

Hierbei sind die jeweiligen Tiefs Bewegungspunkte und die jeweiligen Hochs Korrekturpunkte.

Grafik zum Trendgesetz 3

Trendgesetz 3

Jeder Trend hat einen Anfang und ein Ende.

Hier ist der Anfang und das Ende der jeweiligen Trendgröße gemeint!
Es ist dringend darauf zu achten, keine Trendgrößen zu mischen!

Grafik zum Trendgesetz 4

Trendgesetz 4

Ein Trend besteht aus Bewegungen und Korrekturen in wechselseitiger Folge, wobei die Bewegung in ihrer Preisspanne immer mehr als ihre dazugehörige Korrektur ist.

Die Bewegung ist immer in Verlaufsrichtung des Trends gerichtet und die dazugehörige Korrektur verläuft entgegen der Trendrichtung.
Hierbei gilt es die jeweilige Trendgröße zu beachten. Es dürfen keine Trendgrößen gemischt werden.

Grafik zum Trendgesetz 5

Trendgesetz 5

Alle Bewegungen und Korrekturen eines Trends sind jeweils eine Marktphase. Alle Marktphasen können eineindeutig benannt (markiert) werden.

Die Marktphasenbereiche werden im Kurskoordinatensystem vollständig definiert.

Grafik zum Trendgesetz 6

Trendgesetz 6

Es gibt unterschiedlich große Trends.

Innerhalb einer jeden Bewegung und einer jeden Korrektur einer bestimmten Trendgröße verläuft der Kurs nicht geradlinig, sondern ebenfalls trendig.
Dieser trendige Verlauf setzt sich wiederum aus der Abfolge von Bewegung und Korrektur zusammen. Und auch hier ist der Kursverlauf innerhalb wiederum trendig, wie eben beschrieben.
Diese Systematik könnte auch "Matroschka-Systematik" genannt werden. Jeder Trend einer bestimmten Größe beherbergt einen inne liegenden nächst kleineren Trend.

Grafik zum Trendgesetz 7

Trendgesetz 7

Korrekturen, besser ausgedrückt Korrekturwellen, verlaufen nicht zwangsläufig trendig.

Korrekturen haben für den trendfolgenden Handel eine große Bedeutung.
So groß eben genannte Bedeutung ist, ist auch nicht selten die Unkenntlichkeit eines Korrekturverlaufes.
Es ergibt sich die Notwendigkeit für jeden Händler, der trendbeachtend handelt, Korrekturen sehr aufmerksam zu lernen. Dieser Lernprozess hört nie auf!

Grafik zum Trendgesetz 8

Trendgesetz 8

Ein Trend beginnt und endet mit einer Bewegung.

Grafik zum Trendgesetz 9

Trendgesetz 9

Eine trendige Korrektur beginnt und endet mit einer Bewegung.

Grafik zum Trendgesetz 10

Trendgesetz 10

Eine nicht-trendige Korrektur endet immer mit der Verlaufsrichtung, mit der sie begonnen hat.

Grafik zum Trendgesetz 11

Trendgesetz 11

Nach einer Korrektur folgt immer eine Bewegung.

Nach einer Bewegung folgt NICHT immer eine Korrektur.

Bewegung gefolgt von Gegenbewegung im Trend einer Größe zeichnet seinen Richtungswechsel.

Grafik zum Trendgesetz 12

Trendgesetz 12

Die Korrekturrichtung ist immer entgegengesetzt ihrer vorangegangenen Bewegungsrichtung.

Das heißt: ein optisch wahrgenommener "Seitwärtsverlauf" ist, je nach vorangegangener Bewegung, aufwärts oder abwärts gerichtet.

Grafik zum Trendgesetz 13

Trendgesetz 13

Ein Trend ist solange intakt bzw. gültig, bis er beendet oder gebrochen ist.

Wir unterscheiden:

  1. Trendende durch Gegentrend (nach Dow: "Failure Swing" schwaches Umkehrsignal)
  2. Trendende durch Trendbruch (nach Dow: "Nonfailure Swing" starkes Umkehrsignal)
  3. Ein Trendende ist gleichzeitig ein Richtungswechsel (aufwärts / abwärts).
Grafik zum Trendgesetz 14

Trendgesetz 14

Ein Trend wird durch einen Gegentrend in gleicher Größe (Trendgrößen bezogen) beendet.

Der Richtungswechsel eines Trends (aufwärts / abwärts) ist immer relativ zur jeweiligen Trendgröße. Daraus folgt: einen absoluten Richtungswechsel gibt es nicht.

Grafik zum Trendgesetz 15

Trendgesetz 15

Ein Trend wird durch kreuzen des Kursverlaufes mit dem letzten Korrekturpunkt in gleicher Größe (Trendgrößen bezogen) gebrochen.

Der Richtungswechsel eines Trends (aufwärts / abwärts) ist immer relativ zur jeweiligen Trendgröße. Daraus folgt: einen absoluten Richtungswechsel gibt es nicht.

Grafik zum Trendgesetz 16

Trendgesetz 16

Es existieren verschieden große Trends, wobei die jeweilige Trendgröße durch seine Zyklusgröße bestimmt wird.

Ein Zyklus wird auf der Zeitachse immer von Tief zu Tief mit einem dazwischen liegenden Hoch gemessen.

  • Zyklus des Trend A (Informationstrend A)
  • Zyklus des Trend B (Basistrend B)
  • Zyklus des Trend C (Signaltrend C)
Grafik zum Trendgesetz 17

Trendgesetz 17

Die in einem Trend zueinander stehenden Bewegungspunkte sowie Korrekturpunkte sind in ihren Abständen auf der Preisachse nicht gleich.

Das heißt die Abstände sind im Vergleich zueinander ungleich und weisen keine nachweislichen und wiederholbaren Muster auf. Lediglich unter Umständen Ähnlichkeiten. Es sind auch keine dauerhaft anwendbaren Verhältnismäßigkeiten zueinander ableitbar.

Grafik zum Trendgesetz 18

Trendgesetz 18

Die in einem Trend zueinander stehenden Tiefpunkte (Hochpunkte gleichfalls) sind in ihren Abständen auf der Zeitachse (Zyklus = Tief zu Tief mit einem dazwischen liegenden Hoch auf der Zeitachse) nicht gleich.

Das heißt die Abstände sind im Vergleich zueinander ungleich und weisen keine nachweislichen und wiederholbaren Muster auf. Lediglich unter Umständen Ähnlichkeiten. Es sind auch keine dauerhaft anwendbaren Verhältnismäßigkeiten zueinander ableitbar.

Grafik zum Trendgesetz 19

Trendgesetz 19

Ein Trendverlauf setzt sich aus der Aneinanderreihung von Zyklen (1 Zyklus wird gemessen von Tief zu Tief mit einem dazwischen liegenden Hoch auf der Zeitachse) zusammen. Die sich daraus bildenden Wellen sind unregelmäßig. Diese Gesetzmäßigkeit ist unter anderen begründet durch die beiden vorangegangenen Trendgesetze 17 und 18.

Daraus folgt: es gibt im gesamten Trendaufbau bzw. Kursverlauf keine regelmäßigen Wellen.

Grafik zum Trendgesetz 20

Trendgesetz 20

Der im Zyklus eines Trends verlaufende nächst kleinere Aufwärts- und Abwärtstrend besteht zusammengefasst immer aus einer geraden Anzahl von Marktphasen (z.B.: 8).
Der aus 2 Marktphasen bestehende (sich bildende) Zyklus beherbergt in jeder Marktphase immer eine ungerade Anzahl an Marktphasen des nächst kleineren Trends (zum Beispiel: 5 und 3 oder 3 und 3).

Grafik zum Trendgesetz 21

Trendgesetz 21

Am Ende eines Abwärtstrends oder einer Abwärtswelle ist auch immer der Zyklus des nächst größeren Trends zu Ende. Am Ende eines Aufwärtstrends nicht.

Grafik zum Trendgesetz 22

Trendgesetz 22

Die unterschiedlich großen Trends sind ineinander verschachtelt und haben im Aufbau immer die gleichen Gesetzmäßigkeiten.

Grafik zum Trendgesetz 23

Trendgesetz 23

Was im Trend einer bestimmten Größe eine Bewegung ist, ist im darin liegenden nächst kleineren Trend eine Bewegungswelle.

Grafik zum Trendgesetz 24

Trendgesetz 24

Was im Trend einer bestimmten Größe eine Korrektur ist, ist im darin liegenden nächst kleineren Trend eine Korrekturwelle.

Grafik zum Trendgesetz 25

Trendgesetz 25

Ein Trend für sich allein betrachtet kann weder einer Korrektur noch einer Bewegung zugeordnet werden und ist in dem Fall eine Verlaufswelle mit einer Richtungsinformation.

Grafik zum Trendgesetz 26

Trendgesetz 26

Der trendfolgende Handel einer festgelegten Trendgröße hat (gemäß Trendaufbau) in seinem Verlauf handelbare Bereiche, die nicht zwingend profitabel sind.

Das gilt für jede Trendgröße.

Grafik zum Trendgesetz 27

Trendgesetz 27

Beim trendfolgenden Handel hat jeder Trend, mehrerer in sich verschachtelter Trends, seine eigene Funktion.

Grafik zum Trendgesetz 28

Trendgesetz 28

Unter Anwendung ALLER Gesetzmäßigkeiten können profitable Handelstaktiken abgeleitet werden.

Je besser die Wirkungsweise in sich verschachtelter Trends auf Grundlage der Trendgesetze verstanden bzw. verinnerlicht werden, desto mehr gewinnbringende Handelstaktiken kann ein Händler ableiten.

Hinweis:

Wie die Gesetzmäßigkeiten der Trends gesamtheitlich und profitabel im praktischen Handel angewandt werden, behandeln und üben wir ausführlich und praxisbezogen im Trader-Intensiv-Training.