Der Markt entsteht zufällig, zeigt uns jedoch seine klare Struktur

Warum gute Analyse niemals abgeschlossen ist

Impuls-Nummer
20
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Eine Analyse entsteht immer zu einem bestimmten Zeitpunkt. Sie ordnet ein, was im Kursverlauf bis dahin erkennbar ist.

Welche Trendstrukturen sind vorhanden?

Wie stehen die einzelnen Trenddimensionen zueinander?

Und welche Bedeutung besitzt die aktuelle Kursbewegung innerhalb dieses Zusammenhangs?

Mit dieser Einordnung entsteht zunächst ein Bild der vorhandenen Marktstruktur.

Doch dieses Bild ist nicht endgültig.

Denn der Markt bleibt nicht stehen.

Neue Kursbewegungen entstehen. Trendstrukturen entwickeln sich weiter. Zusammenhänge können deutlicher werden. Und manchmal zeigt die weitere Entwicklung, dass eine frühere Einordnung überprüft oder korrigiert werden muss.

Genau deshalb ist gute Analyse kein einmaliger Vorgang.

Sie ist ein fortlaufender Prozess.

Eine Analyse sollte deshalb nicht nur erstellt, sondern später erneut betrachtet werden.

Passt die weitere Entwicklung zur bisherigen Einordnung?

Hat sich innerhalb der Trendstruktur etwas verändert?

Sind neue Informationen hinzugekommen?

Oder zeigt sich im Rückblick, dass ein Zusammenhang zuvor falsch bewertet wurde?

Solche Überprüfungen sind kein Zeichen dafür, dass die ursprüngliche Analyse schlecht gewesen sein muss.

Sie gehören vielmehr zu einer sauberen Arbeitsweise.

Denn eine Analyse kann immer nur mit den Informationen arbeiten, die zum jeweiligen Zeitpunkt vorhanden sind. Erst die spätere Entwicklung liefert zusätzliche Informationen darüber, wie belastbar die ursprüngliche Einordnung tatsächlich war.

Die Trendgesetze verändern sich dadurch nicht.

Aber ihre Anwendung auf einen konkreten Kursverlauf muss immer wieder an der tatsächlichen Entwicklung überprüft werden.

Genau darin liegt ein wichtiger Unterschied zwischen einer bloßen Einschätzung und systematischer Analyse.

Eine Einschätzung kann stehen bleiben.

Eine gute Analyse wird kontrolliert.

Sie wird verglichen.

Und wenn nötig, wird sie korrigiert.

Nicht weil die Analyse wertlos war.

Sondern weil sich der Markt weiterentwickelt hat.

Deshalb ist eine gute Analyse niemals wirklich abgeschlossen. Sie bleibt so lange Teil des Analyseprozesses, wie ihre Einordnung für die weitere Marktentwicklung Bedeutung besitzt.

Gedanke der Woche

Eine Analyse ist nicht abgeschlossen, wenn sie erstellt wurde.

Sie ist erst dann wertvoll, wenn sie auch später überprüft wird.

Weiterführende Literatur

TrendTechnik® – Die Trendgesetze

Das Buch vermittelt die grundlegenden Gesetzmäßigkeiten, mit denen Trendstrukturen und ihre Zusammenhänge innerhalb von Kursverläufen eingeordnet werden können.

TrendTechnik® – Kursverlaufsstudie DAX

Die Kursverlaufsstudie zeigt anhand eines konkreten Marktverlaufs, wie sich Analysen im weiteren Verlauf überprüfen und nachvollziehen lassen.

TrendTechnik® Fachbücher    

TrendTechnik® aktuell

Auch die tägliche und wöchentliche Währungsstruktur folgt diesem Prinzip.

Jede Auswertung zeigt nur einen bestimmten Zeitpunkt.

Erst der Vergleich mit den folgenden Auswertungen macht sichtbar, welche Entwicklungen Bestand hatten, welche Veränderungen neu entstanden sind und wie sich die Struktur weiter verschoben hat.

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Ausblick auf den nächsten Impuls

Mit Impuls 21 beginnt ein neuer Themenblock.

Dabei geht es um eine besonders wichtige Frage:

Warum eine richtige Entscheidung nicht immer eine gute Entscheidung ist

Freundliche Grüße
TrendTechnik®

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