CFTC-Kundenempfehlung

Überall wird vom schnellen Reichtum gesprochen und wie leicht jeder dazu kommen kann. Es gibt an jeder Ecke sogenannte Experten die Kentnis vom "heiligen Gral" haben. Schnell, einfach und ohne Fachwissen Gewinne machen - das sind die Versprechnungen.

Das der Handel mit Kapitalwerten doch nicht so einfach ist, wird gern verschwiegen. Die Bedeutung und Wichtigkeit eines eigenen / idividuellen Handelsplans wird von vielen unterschätzt. Der eigene Handelsplan ist entscheidend für den Erfolg eines Händlers. Im Trader-Intensiv-Training ist die Erarbeitung des eigenen Handelsplans und dessen Prüfung auf Praxistauglichkeit Kern und Ziel der Ausbildung.

Regulierende Behörden weltweit versuchen Betrüger und "Falschspieler" zu finden und aufzudecken. Das erfordert eine weltweite Zusammenarbeit. Am 7. Januar 2021 unterzeichnete die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) und die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) ein neues "Memorandum of Understanding" (MOU) über die Zusammenarbeit und den Informationsaustausch.

Wichtige Informationen und Hinweise werden an die Händler weitergegeben. In der letzten Woche wurde von der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) ein wichtiger Artikel veröffentlicht: "Neue CFTC-Kundenempfehlung warnt die Öffentlichkeit vor dem Handel mit Internet-Hype" (Original: "New CFTC Customer Advisory Cautions the Public to Beware of Trading Based on Internet Hype")

Ein Auszug (Übersetzung ins deutsche):

"Neue CFTC-Kundenempfehlung warnt die Öffentlichkeit vor dem Handel mit Internet-Hype
06. April 2021
Washington, DC - Die Commodity Futures Trading Commission hat heute eine Kundenempfehlung herausgegeben, in der die Öffentlichkeit nachdrücklich aufgefordert wird, die Warenterminmärkte, physischen Märkte und Wertpapiermärkte zu untersuchen und zu verstehen, bevor sie auf der Grundlage von Informationen in sozialen Medien handelt. ...
..."Die jüngsten Handelsaktivitäten und Marktvolatilitäten, die durch Beiträge in Online-Message-Boards und Social-Media-Plattformen ausgelöst wurden, haben unserem Büro für Kundenaufklärung und Öffentlichkeitsarbeit die perfekte Gelegenheit gegeben, Anleger an mögliche Risiken zu erinnern, die mit impulsiven oder nicht gründlich recherchierten Handelsentscheidungen verbunden sind." sagte die stellvertretende Direktorin der MPD, Amanda Olear. "Investitionen in Edelmetalle sind nicht von Natur aus riskant, Anleger müssen jedoch wissen, dass sie nicht risikofrei sind."
Viele Händler, einschließlich erfahrener Wertpapierinvestoren, verstehen die Unterschiede oder Risiken, die mit dem Handel mit Terminkontrakten oder dem Kauf physischer Waren wie Edelmetallen verbunden sind, möglicherweise nicht vollständig. Die neue Kundenberatung hilft dabei, diese Themen mit einer Liste von sieben wichtigen Punkten zu beleuchten, die vor dem Handel berücksichtigt werden müssen. ...
... Die Commodity Futures Trading Commission empfiehlt der Öffentlichkeit, die Unterschiede zwischen den Warenterminmärkten, den physischen Märkten und den Wertpapiermärkten sowie die mit dem spekulativen Handel verbundenen Risiken gründlich zu untersuchen und vollständig zu verstehen, bevor sie auf Tipps oder andere Informationen reagiert, die über soziale Medien übermittelt werden. ...
... Spekulativer kurzfristiger Handel ist immer riskant, aber das Mischen mit unbekannten Produkten und Märkten, Hebelwirkung und Beratung durch anonyme Personen ist ein Rezept für eine Katastrophe.
Was ist zu beachten?
Bevor Sie in einen Handel mit Warentermingeschäften oder physischen Rohstoffen wie Edelmetallen einsteigen, sollten Sie Folgendes beachten:

1. Handeln Sie nur mit „Risikokapital“. Dies ist Geld, das Sie sich leisten können, zu verlieren, nicht das Geld, das für Grundbedürfnisse, Ersparnisse zur Deckung von Notfällen oder langfristige Bedürfnisse wie den Ruhestand verwendet wird. Untersuchungen haben auch gezeigt, dass nach Provisionen die Mehrheit der einzelnen Spekulanten Geld verliert.

2. Erfahrungen in einem Markt werden möglicherweise nicht auf den Erfolg in anderen Märkten übertragen. Märkte sind nicht alle gleich. Wenn Sie die Unterschiede zwischen Wertpapiermärkten, Terminmärkten, Optionsmärkten und physischen Märkten kennen, können Sie kostspielige Fehler vermeiden. Zum Beispiel können Sie den Dip an den Terminmärkten nicht „kaufen“, wenn ein Spotpreis einer Ware wie ein Schnäppchen aussieht. Terminkontrakte vermitteln das Recht, einen Vermögenswert zu einem späteren Zeitpunkt zu kaufen oder zu verkaufen. Sie vermitteln kein Eigentum an dem Vermögenswert selbst. Verträge sind ebenfalls zeitlich begrenzt und können nicht auf unbestimmte Zeit auf eine Erholung der Preise gewartet werden.

3. Commodity-Backed Exchange Traded Products (ETPs) werden an Börsen verkauft, können jedoch physische Rohstoffe wie Gold oder Silber besitzen, vollständig durch Derivate gedeckt sein oder eine Kombination von Vermögenswerten halten. Die zugrunde liegenden Bestände und Handelsstrategien der ETPs bestimmen, wie sie auf Veränderungen in den Märkten und in der Wirtschaft reagieren. Es ist wichtig, genau zu wissen, was sich in einem Rohstoff-ETP befindet und wie seine Handelsstrategie von den Marktkräften beeinflusst werden kann. Stellen Sie immer sicher, dass Sie zeitnahe Prospekte und andere Offenlegungsdokumente erhalten oder direkten Zugriff darauf haben, und lesen Sie diese sorgfältig durch. Nehmen Sie sich Zeit, recherchieren Sie und stellen Sie Fragen.

4. Es ist besser, einen eigenen Handelsplan zu entwickeln, der auf Ihre spezielle Situation und Risikotoleranz zugeschnitten ist, als anderen zu folgen. Wie das Sprichwort sagt, planen Sie den Handel und handeln Sie den Plan. Ein Plan hilft dabei, die Emotionen aus dem Handel herauszuholen und häufige Vorurteile zu vermeiden, z. B. den Verkauf von Gewinnern zu früh oder das Halten von Verlierern zu lange.

5. Betrachten Sie die Informationsquelle. Professionelle Berater und Makler sind reguliert und haben Grenzen für das, was sie online empfehlen können. Die Personen, die hinter Online-Tipps und -Informationen stehen, verfügen möglicherweise nicht über wesentliche relevante Kenntnisse oder Erfahrungen oder sind selbst Neulinge. Einige halten möglicherweise bereits den Vermögenswert, den sie zu pumpen versuchen, oder haben Hintergedanken. Zahlen Sie auch nicht für Signale oder Online-Programme, die erfolgreiche Trades versprechen. Es gibt keine Silberkugeln und Programme, die auf der Wertentwicklung in der Vergangenheit basieren, können zukünftige Ergebnisse nicht garantieren.

6. Obwohl Investitionen in physische Edelmetalle allgemein als sicherer Weg angesehen werden, um volatile Märkte oder wirtschaftliche Unsicherheiten zu überwinden, sind sie nicht risikofrei. Spotpreise - der Barpreis für die sofortige Lieferung - können volatil sein und die Transaktionskosten für Goldbarren können hoch sein. Händler legen ihre eigenen Spreads fest. Der Spread ist die Differenz zwischen dem Preis, den Händler Ihnen für eine bestimmte Münze oder einen bestimmten Barren verkaufen, und dem Preis, den sie bei Ihnen zurückkaufen würden. Diese Spreads können oft 10 Prozent oder mehr betragen, was bedeutet, dass der Wert Ihrer Investition um mehr als 10 Prozent steigen muss, damit Sie die Gewinnschwelle erreichen, geschweige denn Steuern, Lagerkosten und möglicherweise Versicherungen abdecken können. Vergleichen Sie immer die Händlerpreise, einschließlich der Spreads für bestimmte Münzen oder Barren sowie Gebühren und andere Gebühren.

7. Wenn Sie das Handeln lernen möchten, stehen online viele kostenlose oder kostengünstige Ressourcen zur Verfügung. Aber seien Sie vorsichtig, denn es gibt auch viele Betrüger, die schnell reich werden, um Klassen, Seminare, Bücher und Programme zu verkaufen. Beginnen Sie mit Ihrem Broker, um festzustellen, ob er einen Marktsimulator anbietet, der Live-Marktdaten verwendet. Verwenden Sie es, um Handelsstrategien und -praktiken zu entwickeln, bevor Sie echtes Geld riskieren. ...."

Original Quelle: https://www.cftc.gov/PressRoom/PressReleases/8373-21

New CFTC Customer Advisory Cautions the Public to Beware of Trading Based on Internet Hype
April 06, 2021
Washington, D.C. — The Commodity Futures Trading Commission today issued a Customer Advisory strongly encouraging the public to research and understand the commodity futures markets, physical markets, and securities markets before trading based on information on social media. ...
... “Recent trading activity and market volatility triggered by posts on online message boards and social media platforms have given our Office of Customer Education and Outreach a perfect opportunity to remind investors of possible risks involved when making trading decisions that are impulsive or not thoroughly researched,” said MPD Acting Director Amanda Olear. “Investing in precious metals is not inherently risky, however investors need to know it is not risk-free.”
Many traders, including experienced securities investors, may not fully understand the differences or risks associated with futures trading or buying physical commodities, such as precious metals. The new Customer Advisory helps to shed light on those subjects with a list of seven important items to consider before trading. ...
... The Commodity Futures Trading Commission advises the public to thoroughly research and fully understand how commodity futures markets, physical markets, and securities markets differ—as well as the risks associated with speculative trading—before acting on tips or other information communicated via social media. ...
... Speculative short-term trading is always risky, but mixing it with unfamiliar products and markets, leverage, and advice from anonymous individuals is a recipe for disaster.
What to Consider
Before jumping into any trade that involves commodity futures or physical commodities like precious metals, here are some things to consider:

    1. Only trade with “risk capital.” This is money you can afford to lose, not the cash used for basic necessities, savings to cover emergencies, or long-term needs like retirement. Also, research has shown that after commissions the majority of individual speculators lose money.
    2. Experience in one market may not transfer to success in others. Markets are not all the same. Learning the differences between securities markets, futures markets, options markets, and physical markets can help you avoid costly mistakes. For example, you cannot “buy the dip” in futures markets when a spot price of a commodity looks like a bargain. Futures contracts convey the right to buy or sell an asset at some point in the future. They do not convey ownership in the asset itself. Contracts are also time-limited and cannot be held indefinitely waiting for prices to rebound.
    3. Commodity-backed exchange traded products (ETPs) are sold on stock exchanges but can own physical commodities such as gold or silver, be wholly backed by derivatives, or hold a combination of assets. The ETPs’ underlying holdings and trading strategies will determine how they respond to changes in the markets and the economy. It is important to know exactly what is in a commodity ETP, and how its trading strategy can be affected by market forces. Always ensure that you receive or have direct access to timely prospectuses and other disclosure documents, and read them carefully. Take your time, do your research, and ask questions.
    4. It’s better to develop your own trading plan targeted to your particular situation and risk tolerance than to follow others. As the saying goes, plan the trade and trade the plan. Having a plan will help take some of the emotion out of trading and help avoid common biases, like selling winners too soon or holding losers too long.
    5. Consider the information’s source. Professional advisors and brokers are regulated and have limits on what they can recommend online. The individuals behind online tips and information may not have significant relevant knowledge or experience or they may be newcomers themselves. Some may already be holding the asset they are trying to pump or have ulterior motives. Similarly, don’t pay for signals or online programs that promise winning trades. There are no silver bullets and programs based on past performance cannot guarantee future results.
    6. Although investing in physical precious metals is commonly considered to be a safe way to ride out volatile markets or economic uncertainty, it is not risk-free. Spot prices—the cash price for immediate delivery—can be volatile, and the transaction costs for bullion can be high. Dealers set their own spreads. The spread is the difference between the price dealers will sell you a specific coin or ingot and the price they would buy it back from you. These spreads can often be 10 percent or more, which means the value of your investment must climb more than 10 percent for you to break even, let alone cover taxes, storage costs, and possibly insurance. Always compare dealers’ prices including spreads on specific coins or ingots, as well as fees and other charges.
    7. If you would like to learn to trade, there are many free or low-cost resources available online. But be careful, as there are also a lot of fraudsters using get-rich-quick promises to sell classes, seminars, books, and programs. Start with your broker to see if it offers a market simulator that uses live market data. Use it to develop trading strategies and practice before risking real money. ...

Vieles aus der CFTC-Kundenempfehlung geben wir bereits seit Jahren an unsere Teilnehmer weiter. Es gilt generell vor jeder Aktion: "Denkwerk ON".